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Das asthmakranke Kind

Das asthmakranke Kind

Asthma ist in Deutschland die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Man geht davon aus, dass heutzutage bereits 5 von 100 Kindern an Asthma erkrankt sind. Die Krankheit beginnt in den meisten Fällen in den ersten drei Lebensjahren. Es tritt dann hauptsächlich als allergisches Asthma oder Anstrengungsasthma auf. Jungen sind doppelt so häufig betroffen wie Mädchen.

Inzwischen gibt es Hinweise, dass Kinder, die im frühen Lebensalter häufiger ihr Immunsystem infolge Virusinfektionen trainiert haben, später seltener an Asthma und allergischen Erkrankungen leiden. Ein Aufwachsen des Kindes in einer 'keimfreien' bzw. zu sauberen Umgebung scheint also die Entstehung von Asthma zu fördern. Deshalb forscht man derzeit an einer vorbeugenden Impfung gegen Asthma durch eine sogenannte Anti-Allergie-Impfung mittels abgeschwächten Viren, die keine Erkrankung auslösen, dafür aber das Immunsystem des Kindes stärken.

Die ersten Anzeichen für Asthma

Das Asthma kann mit den Krankheitszeichen eines Heuschnupfens oder wie eine normale Erkältung beginnen. Die Kinder fühlen sich schlapp, haben keinen Appetit, die Augen sind gerötet, jucken und die Nase läuft oder ist verstopft.

Während jedoch bei einer normalen Erkältung die Beschwerden nach wenigen Tagen vorbei sind, entwickeln sich beim Asthma akute Atemnotzustände. Das Kind sollte jetzt unverzüglich zum Kinderarzt gebracht werden!

Asthma bei Kindern muss behandelt werden!

Asthma bei Kindern gehört auf jeden Fall ärztlich behandelt, damit sie trotz ihrer Erkrankung die Kindheit ausleben und genießen können. Gerade Kinder müssen für ein gesundes späteres Leben ihren Bewegungsdrang in der Kindheit ausleben können. Leiden sie häufig an Atemnot, können sie bei vielen Spielen (Fangen, Fußball, Skaten usw.) nicht mit den anderen Kindern mitmachen. Ihre körperliche Entwicklung wird gebremst und auch sozial gesehen, besteht die Gefahr, dass sie in die Isolation geraten und zu Einzelgängern werden.

Asthma-Kinder werden zu oft vom Schulsport befreit!

Grafik: Spielende Kinder
Fakt ist, dass jedes dritte an Asthma erkrankte Kind vom Schulsport befreit wird. Diese Rate ist sicherlich viel zu hoch. Doch welche Kriterien gibt es, ob ein Kind am Sportunterricht teilnehmen kann/soll oder nicht?

Ist Ihr asthmakrankes Kind schulpflichtig, sollten Sie auf jeden Fall mit dem Sportlehrer/der Sportlehrerin Kontakt aufnehmen. Viele Lehrer haben Angst, dass bei ihnen während des Sportunterrichts ein solches Kind einen Asthmaanfall bekommt. Sprechen Sie mit dem betreffenden Lehrer darüber, wie Ihr Kind in einem solchen Anfall zu behandeln ist. Nehmen Sie ihm/ihr die Angst vor dieser Situation, damit Ihr Kind am Sportunterricht teilnehmen kann. Voraussetzung für eine Beteiligung am Sportunterricht ist natürlich, dass Ihr Kind vom behandelnden Arzt mit Medikamenten gut eingestellt ist und seine Notfallmedikamente immer bei sich hat. Außerdem sollte es keine Folgeschäden an den Bronchien aufweisen. Ist dies alles gegeben, sind Asthma-Kinder bei richtiger Therapie und Training genauso belastbar wie gesunde Kinder!

Übrigens: Für die Lehrer werden als Teil ihrer Fortbildung unter anderem auch spezielle Asthmakurse angeboten (bisher haben aber nur 8,4% der Lehrer an einer solchen Asthma-Schulung teilgenommen).

Die Eltern müssen die Behandlung unterstützen!

Die Mitarbeit der Eltern ist für den Erfolg einer Asthma- Behandlung extrem wichtig. Gerade sie sollten, um der Entwicklung ihres Kindes willen, darauf achten, dass die vom Arzt verordneten Medikamente zuverlässig eingenommen werden.

Häufig besteht bei den Eltern aber die Befürchtung, dass die Nebenwirkungen der Asthma-Präparate größer sind als der Nutzen für ihr Kind. Diese Eltern sollten über dieses Thema auf jeden Fall ausführlich mit dem Kinderarzt oder einem Facharzt für Lungenkrankheiten (Pulmologen) sprechen.

Weiterführende Informationen sind auch über die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind zu erhalten. Kontakt zu universitären Einrichtungen, die sich speziell mit Lungenerkrankungen bei Kindern beschäftigen, können Sie über die Website der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie erhalten.
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